Du stehst kurz davor, deinen Traumjob zu ergattern, hast viele Bewerbungen geschrieben und endlich eine Einladung zum Vorstellungsgespräch erhalten. Doch bei der Vorbereitung stolperst du über einen wichtigen Punkt. Da wäre nämlich noch eine Sache: Du hast einen Hund. Menschen reagieren unterschiedlich auf das Thema. Vielleicht hast du auch schon die Erfahrung gemacht, dass dein Hobby belächelt wird oder im schlimmsten Fall überhaupt kein Verständnis für deine Betreuungssorgen da ist.

Dein Hund ist dir wichtig und du möchtest ihn nicht verstecken müssen. Auch wenn der neue Job deinen Interessen und Fähigkeiten entspricht und du damit deinen beruflichen Zielen näher kommen könntest, das wäre es nicht wert. Also fragst du dich, wann du deinem Arbeitgeber am besten sagen sollst, dass du einen Hund hast. Wie schaffst du es, in Erfahrung zu bringen, ob dein Arbeitgeber dem Thema gegenüber offen ist und du deinen Hund auch mal mit zur Arbeit bringen darfst?

1. Nimm deinen Hund als Information in deinen Lebenslauf auf.

Ich habe immer wieder erlebt, dass zurückgehaltene Informationen wie z. B. Kind/er, Hund/e, nebenberufliche Selbstständigkeit, o.ä., die dann im Vorstellungsgespräch zur Sprache kamen, zu Irritationen und im schlimmsten Fall zur Absage geführt haben. Um das zu vermeiden, kannst du deinen Hund unter der Rubrik „Besondere Fähigkeiten & Interessen“ in deinem Lebenslauf aufnehmen. Hier kannst du auch noch mehr über dich schreiben.

Besondere Fähigkeiten & Interessen: mein Hund, Bloggen, Reiten, Lesen, usw.

Mit deinem Lebenslauf kannst du ganz bewusst Informationen vermitteln, die dir wichtig sind und die dich als Persönlichkeit ausmachen. Du spielst mit offenen Karten. Wenn du deinen Hund im Lebenslauf benannt hast, kannst du dich auch im Vorstellungsgespräch darauf beziehen.

2. Erkläre den Hund zu deinem Kompetenzbereich.

Bei einem Job geht es selten nur um deine in der Schule oder im Studium erworbenen Kenntnisse. Dein potentieller Arbeitgeber möchte auch wissen, wer du als Mensch bist, ob du zum Team und zum Unternehmen passt. Im Vorstellungsgespräch geht es neben deiner Fachlichkeit also vor allem um dich, deine Stärken und Schwächen. Auch wenn die Stärken-Schwächen-Frage häufig nicht mehr so platt gestellt wird, wirst du sie auf die ein oder andere Weise beantworten müssen.

Vorurteilen gegenüber dem Thema Hund kannst du offensiv begegnen.

Manchmal wird der Hund im Arbeitskontext als Schwäche wahrgenommen. Es ist gut, wenn du darauf vorbereitet bist und Vorurteilen offensiv begegnen kannst. Du entkräftest sie am besten, indem du dein „Hobby Hund“ zum Kompetenzbereich erklärst, in welchem du tolle Fähigkeiten erworben hast, die für die aktuelle Stelle hilfreich sind. Es reicht aber nicht zu sagen, dass du durch den Hund durchsetzungsfähig geworden bist oder an Führungsstärke gewonnen hast. Beschreibe es konkret anhand eines Beispiels, damit dein Gegenüber sich eine Vorstellung machen kann.

3. Bereite deine Fragen vor.

Dein Gegenüber hat die Information über dich im Vorfeld erhalten und hat dich „mit Hund im Lebenslauf“ eingeladen. Das Vorstellungsgespräch verlief bisher zufriedenstellend. Vielleicht konntest du auch schon über den Hund eine deiner Stärken vermitteln. Zum Ende des Gesprächs kommt nun der Zeitpunkt für deine Fragen. Neben anderen inhaltlichen und organisatorischen Fragen zum Unternehmen, der Arbeitsstelle oder dem Team kannst du jetzt auch deine Fragen zum Hund stellen. Bist du dir unsicher, wie dein Gegenüber zum Thema eingestellt ist, kannst du erstmal fragen:

„Wie stehen Sie zum Thema (Büro-)Hund?“

Das Schöne an dieser Frage ist, dass es noch nicht direkt um eine Entscheidung geht. Dein Gegenüber hat Zeit, sich Gedanken zu machen und du auch. Ihr habt die Möglichkeit euch im Gespräch darüber zu verständigen, um was es geht. Wenn wir über den Hund reden, kann das für jeden etwas anderes bedeuten. Manchmal ist es unbedingt notwenig ganz konkrete grundsätzliche oder zeitlich begrenzte Vereinbarungen zu treffen und manchmal reicht es auch, wenn dein neuer Arbeitgeber auf diese Frage mit Offenheit reagiert und Gesprächsbereitschaft signalisiert.

Mit diesen drei Tipps schaffst du eine gute Ausgangslage, um zu erreichen, dass du deinen Hund mit ins Büro nehmen darfst. Dein Hund ist ein Teil deines Lebens. Er gehört zu dir. Du brauchst ihn im Vorstellungsgespräch nicht verstecken und darfst dich selbstbewusst präsentieren. Ich helfe dir im Coaching gerne, wenn du dir nicht sicher bist, wie du das anstellen sollst.

Hast du den Hund schon mal im Vorstellungsgepräch angesprochen? Wie hat dein Arbeitgeber reagiert?